Steckbrief: Viva Las Vegas
New York City
Viva Las Vegas (deutscher Titel: Tolle Nächte In Las Vegas, 1964) ist ein US-amerikanischer Musikfilm, in dem Elvis Presley als Rennfahrer Lucky Jackson und Ann-Margret als Schwimmlehrerin Rusty Martin die Hauptrollen spielen. Lucky kommt nach Las Vegas, um am Grand Prix teilzunehmen, muss jedoch zunächst das Geld für die Reparatur seines Autos aufbringen. Dabei lernt er Rusty kennen und verliebt sich in sie. Die Handlung kombiniert Romantik, Drama und Humor, untermalt von berühmten Elvis-Songs wie „Viva Las Vegas“ und „The Lady Loves Me“. Regie führte George Sidney. Der Film gilt als einer der beliebtesten Elvis-Filme und ist bekannt für seine Tanz- und Musiksequenzen sowie das Zusammenspiel der Hauptdarsteller.

Produktion
- Regie: George Sidney
- Produzenten: Jack Cummings
- Drehbuch: Sally Benson
- Vorlage: Sally Benson
- Musik: George Stoll
- Kamera: Joseph Biroc
- Dekorationen: John McSweeney Jr.
- Bauten: Henry Grace und George Nelson
- Schnitt: John McSweeney Jr.
- Kostüme: Don Feld
- Choreographie: David Winters
Darsteller
- Elvis Presley als Lucky Jackson
- Ann-Margret als Rusty Martin
- Cesare Danova als Graf Elmo Mancini
- William Demarest als Mr. Martin
- Nicky Blair als Shorty Farnsworth
- Jack Carter als Jack Carter
- Robert B. Williams als Swanson
- Bab Nash als Big Gus Olson
- Holly Bane als Casino-Stammgast
- Larry Barton als Sohn des Lone Star States
- John Burnside als Sohn des Lone Star States
- Carl Carlson als Jongleur
- Ruth Carlson als Jongleurin
- Regina Carrol als Showgirl
- Taggart Casey als Wachmann
- George Cisar als Manager der Swingers
- Gastrollen: Vernon Presley, The Jordanaires
In der deutschen Synchronisation von Viva Las Vegas lieh Rainer Brandt Elvis Presley seine Stimme.
Handlung
Der Rennfahrer Lucky Jackson (gespielt von Elvis Presley) reist nach Las Vegas, Nevada, um am ersten jährlichen Grand Prix der Stadt teilzunehmen. Sein Rennwagen, ein Elva Mark VI, braucht jedoch dringend einen neuen Motor, um im Wettbewerb bestehen zu können. Lucky schafft es, das nötige Geld in Las Vegas aufzutreiben. Doch als er im Hotelpool landet, verliert er das gesamte Geld – ein Missgeschick, das durch die junge Schwimmlehrerin Rusty Martin (Ann-Margret) verursacht wird, die ihn versehentlich ins Wasser stößt.
Um das verlorene Geld zurückzuverdienen, nimmt Lucky einen Job als Kellner im Hotel an und hofft zudem auf einen Sieg im Talentwettbewerb des Hotels, dessen Preisgeld hoch genug ist, um den neuen Motor zu finanzieren. Gleichzeitig bemüht sich Lucky um die Gunst von Rusty, die ihn mit ihrer charmanten Art gleichermaßen frustriert und fasziniert.
Doch er ist nicht der einzige Mann, der um Rustys Herz kämpft. Graf Elmo Mancini (gespielt von Cesare Danova) kommt mit seinem Ferrari 250 GT Berlinetta nach Las Vegas und stellt für Lucky sowohl auf der Rennstrecke als auch bei Rusty eine ernsthafte Konkurrenz dar. Mancini ist entschlossen, sowohl den Grand Prix als auch Rustys Zuneigung zu gewinnen.
Während Lucky weiterhin um Rustys Aufmerksamkeit buhlt, entwickelt sie schließlich echte Gefühle für ihn. Sie beginnt jedoch sofort, ihn verändern zu wollen, damit er ihren Vorstellungen entspricht. Die Beziehung zwischen Lucky und Rusty durchläuft ein Wechselbad der Gefühle, bis Lucky sich entscheiden muss, was ihm wichtiger ist – der Sieg im Rennen oder Rustys Liebe.
Musik im Film
Die Musik von Viva Las Vegas spielt eine zentrale Rolle und ergänzt die dynamische Atmosphäre des Films. Elvis Presley, in der Rolle von Lucky Jackson, performt eine Reihe von Songs, die speziell für den Film aufgenommen wurden.
- Viva Las Vegas
(Movie Version – Intro) (Aufnahme: 13.08.1963 – MGM Sound Stage – Hollywood) - The Yellow Rose Of Texas / The Eyes Of Texas
(Aufnahme: 11.07.1963 – Radio Recorders – Hollywood) - lf You Think I Don’t Need You
(Aufnahme: 10.07.1963 – Radio Recorders – Hollywood) - The Lady Loves Me
(Duett mit Ann-Margert) (Aufnahme: 11.07.1963 – Radio Recorders – Hollywood) - I Need Somebody To Lean On
(Movie Version) (Aufnahme: 04.09.1963 – MGM Sound Stage – Hollywood) - C’mon Everybody
(Movie Version – Blues Ending) (Aufnahme: 13.08.1963 – MGM Sound Stage – Hollywood) - Today, Tomorrow And Forever
(Aufnahme: 11.07.1963 – Radio Recorders – Hollywood) - Santa Lucia
(Aufnahme: 10.07.1963 – Radio Recorders – Hollywood)
Die einzelnen Songs bieten eine vielfältige Mischung aus Rock’n’Roll und romantischen Melodien und tragen entscheidend zur Lebendigkeit des Films bei. Besonders das Duett „The Lady Loves Me“ mit Ann-Margret ist ein Highlight, das die Chemie zwischen den beiden Hauptdarstellern zeigt. Der Titelsong „Viva Las Vegas“ ist bis heute einer der bekanntesten Songs von Elvis Presley und wurde zu einem Markenzeichen sowohl für den Film als auch für seine Karriere.
Hintergrund und Produktion
Die Dreharbeiten zu Viva Las Vegas fanden vom 15. Juli bis zum 16. September 1963 statt und führten die Filmcrew an verschiedene ikonische Orte in Nevada. Zu den Drehorten zählten:
- Henderson, Nevada
- Hoover-Staudamm, der die Grenze zwischen Arizona und Nevada markiert
- Lake Mead, Nevada
- Las Vegas, Nevada
- Railroad Pass, Nevada
Diese Schauplätze unterstreichen den lebendigen Charakter von Las Vegas und verleihen dem Film die authentische Kulisse einer Stadt, die für Tempo, Risiko und Glamour steht.
Produktionskosten und Elvis‘ Gage
Mit einem Budget von 3 Millionen Dollar war Viva Las Vegas eine aufwendige Produktion. Elvis Presley, der bereits als gefeierter Superstar galt, erhielt für seine Rolle als Lucky Jackson eine Gage von 500.000 Dollar – ein bemerkenswert hohes Gehalt zur damaligen Zeit. Zudem sicherte ihm sein Vertrag 50 % des Reingewinns, was seine finanzielle Beteiligung am Erfolg des Films noch erheblich steigerte.
Arbeitstitel und Besetzungsentscheidungen
Interessanterweise lief der Film zunächst unter dem Arbeitstitel „Only Girl in Town“. Für die weibliche Hauptrolle war zunächst Sandra Dee im Gespräch. Letztlich entschied man sich jedoch für Ann-Margret, die sich als perfekte Wahl erwies und mit ihrer starken Leinwandpräsenz hervorragend zu Elvis passte. Die beiden verstanden sich am Set so gut, dass Gerüchte über eine Affäre kursierten, die von beiden jedoch nie bestätigt wurden. Diese Chemie zwischen den Hauptdarstellern war ein bedeutender Faktor für den Erfolg des Films und trug zur besonderen Dynamik bei.
Kritik und Rezeption
Die meisten Kritiker waren sich einig, dass Ann-Margret in ihrer Rolle so überzeugend war, dass sie beinahe Elvis Presley die Show stahl. Ein besonderer Höhepunkt für Elvis‘ Fans war jedoch die Schluss-Rennszene, untermalt vom Titelsong „Viva Las Vegas“. Diese Szene etablierte den Film endgültig als Klassiker und festigte Elvis’ Image als charismatischen Schauspieler und Entertainer.
Einspielergebnis
Mit einem Einspielergebnis von 9,4 Millionen Dollar in den USA und Kanada war Viva Las Vegas ein kommerzieller Erfolg und gehört zu den finanziell erfolgreichsten Filmen von Elvis Presley. Die Mischung aus Charme, Humor, Musik und einer Prise Romantik machte den Film zu einem Hit und trug dazu bei, das Bild von Las Vegas als schillernder Unterhaltungsmetropole weltweit zu festigen.
Internationale Titel
Der Film Viva Las Vegas wurde weltweit unter verschiedenen Titeln veröffentlicht, darunter:
- U.S.A.: Viva Las Vegas
- Deutschland: Tolle Nächte in Las Vegas
- Österreich:Tolle Nächte in Las Vegas
- Kanada: Amour en quatrième vitesse
- Frankreich: L’amour en quatrième vitesse
- Spanien: Cita en Las Vegas
- Dänemark: Elvis i det store race
- England/UK: Love in Las Vegas
- Finnland: Viva Las Vegas
- Türkei: Las Vegas’ta ask
- Brasilien: Amor a Toda Velocidade
Fazit: Elvis Presley in einem Kultfilm der 60er
Viva Las Vegas ist ein ikonischer Musikfilm, der Elvis Presley als charismatischen Rennfahrer zeigt und zugleich Las Vegas in den 1960er Jahren in all seinem Glanz präsentiert. Die Chemie zwischen Elvis und Ann-Margret trägt wesentlich zur Dynamik des Films bei und verleiht der Liebesgeschichte eine besondere Energie. Der Soundtrack, besonders der Titelsong, wurde zum Klassiker und trug maßgeblich zur Popularität des Films bei. Trotz einer einfachen Handlung bleibt Viva Las Vegas wegen seiner mitreißenden Musik und der glamourösen Inszenierung ein Meilenstein, der Elvis als Schauspieler und Entertainer auf eine neue Ebene hob und bis heute Kultstatus genießt.